Cool oder gefährlich?
Es scheint, als bekäme man den richtigen
Thrill erst mit
Tatoos oder
Piercings. Zugegeben, nicht jedermanns Sache, aber ein
Modethema schlechthin.
Genervte
Mitmenschen stören sich an
Teenies, die ständig mit ihren
Zungenpiercings spielen - spießige Mitmenschen sogar am
Piercingschmuck im allgemeinen.
Richtig hip ist, wer sich piercen läßt - am
Bauchnabel, den
Brustwarzen oder sogar im
Intimbereich. Inzwischen gibt es an jeder Ecke
Piercing-Studios. Eine
Garantie, das dort auch hygienisch einwandfrei gearbeitet wird, gibt es allerdings nicht.
Ob man an das
richtige Studio gelangt ist, stellt sich meist schon beim
Betreten der "Stecherhöhle" heraus.
A und
O ist ein ausführliches
Beratungsgespräch. Hier sollte man über alle
Risiken und
Komplikationen aufgeklärt werden.
Ein
gutes Studio erkennt man außerdem daran, dass mit
sterilem Werkzeug,
Einwegnadeln und
Einweghandschuhen gearbeitet wird. Alle
Alarmglocken sollten läuten, wenn man Ihnen anbietet ein
Bauchnabelpiercing mit der
Ohrlochzange zu stechen. So würde ein
Profi niemals arbeiten, also nichts wie raus aus dem
Laden!
Pflege,
Beratung und
Piercings, die sich nicht entzünden können ...
Cool oder gefährlich?
Wer sich nicht gleich
Körper und
Gesicht zerstechen lassen möchte und trotzdem auf
Piercings steht, sollte sich für die neue
FunPiercing Methode entscheiden. Dabei wird der
Schmuck unter Verwendung eines
chirurgischen Fadens befestigt.
Optisch ist kein Unterschied zum herkömmlich
Piercing sichtbar. Bei diesem
System entsteht kein Kontakt zwischen unverhorntem
Gewebe und
Metall. Es gibt somit auch keine
Abheilzeiten, keine
Entzündungen und man kann sein
Piercing sofort und ohne
Vorsichtsmaßnahmen "genießen".
Noch ein Vorteil: durch die nur 0,5 Millimeter dünne
Piercingnadel (eine konventionelle Piercingnadel ist 1,7 mm dick) entsteht kein dauerhaftes
Loch.
Will man sich von seinem
Piercing verabschieden, genügt die
Durchtrennung des Fadens unter dem
Schmuckteil. Der
Faden löst sich von selbst auf und muss nicht entfernt werden.
Weitere
Infos gibt es unter
www.funpiercing.de.
Die
Gefahr, dass sich herkömmliche
Piercings entzünden ist ziemlich groß. Werden sie nicht immer wieder gründlich gereinigt mutieren sie schnell zur
Bakterienschleuder!
Körperlotionen,
Shampoos oder
Seifen haben auf frischen Piercings nichts zu suchen, denn sie können den
Heilungsprozeß stören. Ebenso wie lange
Bäder,
Sauna,
Schwimmen in Chlorwasser oder ausgiebige
Sonnenbäder.
Gute Beratung im
Studio und im
World Wide Web!
Cool oder gefährlich?
Eine gutes Piercingstudio gibt
Tipps, wie man das
Piercing richtig pflegt, z.B. mit sanft desinfizierenden
Tinkturen (Kamillosan) und physiologischer
Kochsalzlösung. Bei
Bauchnabelpiercings das
Antiallergiepflaster mindestens zehn Tage auf dem
Piercing lassen und auf
Hosen und
Röcke verzichten, die am Piercing reiben.
Wer sich rund um das
Thema richtig gut informieren möchte, findet unter
www.goodvibration.de kompetente
Hilfe. Die online
Piercing-Beratung beantwortet alle Fragen - von den
Preisen bis zur
Pflege frischer Piercings.
Piercings in
Nase und
Mund sind eine heikle Sache, hier ist die
Entzündungsgefahr besonders groß.
Besonders das Essen wird bei frischen
Zungen- oder
Mundpiercings zum Problem.
Speisereste können
Entzündungen hervorrufen und das ständige
Spielen am Piercing kann sogar dazu führen, dass die
Zunge einreißt! Die ersten
5 Stunden sollte man nach dem Piercen von
Zunge oder
Lippe nicht essen oder rauchen. Dann die ersten drei Tage nach jeder
Mahlzeit und jeder Zigarette den
Mund mit Listerine blau oder grün ausspülen.
Treten Probleme auf, ist der Gang zum Arzt nicht zu vermeiden.
Hat man ein gutes und vor allem kompetentes
Studio gefunden, kann man auch hier Hilfe bekommen. Will das
Piercing nicht heilen, wird ein
Niobring eingezogen. Das besonders reine Metall löst keine
allergischen Reaktionen aus und kann dazu beitragen, dass das
Piercing doch noch abheilt.
Treten
Schmerzen oder
Entzündungen auf, das Piercing entfernen - sonst bleiben häßliche
Narben und im schlimmsten Fall kann eine
Blutvergiftung der hohe Preis des schönen
Körperschmucks sein.