Der erste Eindruck zählt
Glaubt man
Meinungsforschern sind die Deutschen ein Volk von
Modemuffeln und
Stilbrüchigen.
Eine weltweite
Befragung des Meinungsforschungsinstituts Roper Starch Worldwide verwies die
Deutschen in Puncto
Eitelkeit auf den letzten Platz.
Dieses Ergebnis können rund 90% der Personalchefs deutscher Großunternehmen nur bestätigen: Sie meinen, dass ihre
Mitarbeiter wesentlich erfolgreicher wären, wenn sie sich besser kleiden würden. Viele in Deutschland ansässige
Unternehmen aus den U.S.A. vertrauen eher auf ihre eigenen
Erfahrungen in Sachen Kleidungsstil, als den
Mitarbeitern freie Hand zu lassen.
So wird selbst
Call-Agents - die keinen visuellen
Kundenkontakt haben - eine strenge
Kleidungsordnung vorgegeben.
Einzige, wenn auch nicht ganz vom eigenen Geschmack abhängige
Ausnahme ist der sogenannte "Casual Friday". Zum Ende der Woche dürfen sich die
Mitarbeiter dann doch schon mal in
Jeans und
Bluse oder
Hemd schmeißen, statt zu
Anzug oder
Kostüm zu greifen.
Für deutsche
Arbeitnehmer ist solch eine strenge
Kleiderordnung schon gewöhnungsbedürftig. Natürlich haben
Banker,
Manager und Menschen in
Führungspositionen seit Jahrzehnten ihren ganz eigenen
Dresscode. Der schwappt aber immer mehr in andere
Berufsfelder über.
"Kleider machen Leute" - diese
Theorie hat heute einen immensen
Stellenwert bekommen. Selbst Psychologen beschäftigen sich mit diesem
Phänomen und sind der
Auffassung, dass bei gut gekleideten Menschen eher davon ausgegangen wird, dass sie
kompetenter und
erfolgreicher seien und ihre
Arbeit besser machen als Menschen, die keinen korrekten
Kleidungsstil beherrschen.
Das
Outfit auf dem Prüfstand - mit
kompetenter Hilfe geht man auf Nummer sicher ...
Der erste Eindruck zählt
Von Kopf bis Fuß
perfekt gestylt - dem Wunschtraum vieler
Frauen aber auch einiger
Männer nehmen sich inzwischen etliche
TV-Shows an.
Doch nicht jeder will oder kann direkt in ein
Fernsehstudio eilen, um sich
kompetent beraten zu lassen. Dafür gibt es diverse
Farb- und
Stilberater, die einen regen Zulauf an
Kundschaft verbuchen können.
Was mit
"Color me beautiful" anfing, hat mittlerweile in
Deutschland eine kleine Tradition. Immer mehr
Kosmetikinstitute,
Friseure oder
Beautyfarmen bieten neben der reinen
Schönheitspflege auch eine Beratung in Sachen
Styling und
Mode an.
Das
Mann oder
Frau fachliche Hilfe in Anspruch genommen hat, wird aber oftmals als strenges
Geheimnis gehütet. Schließlich soll nicht jeder wissen, dass die täglich gelungene
Auswahl der Kleidung nicht nur ihrem eigenen guten
Geschmack zu verdanken ist.
Als "Geschmacksverstärkerin" sieht sich
Deniz Engelhardt,
Mode- und
Stilberaterin aus Berlin.
Zu ihrer Kundschaft gehören nicht nur
Frauen sondern auch
Männer, die aber all zu oft mit ihrer Rolle als
Modemuffel kokettieren.
"Dabei können Männer in adäquater Kleidung wesentlich mehr erreichen", ist sich die
Beraterin für Business-Menschen sicher.
"Und sei es, beim Bewerbungsgespräch einen "Stil" - Bonus beim Personalchef einzuheimsen."Ihren eigenen Geschmack will
Deniz Engelhardt aber niemandem aufzwingen.
Sie achtet auf die persönlichen Vorlieben des Klienten: "Der Kunde soll sich in seinen Kleidern wohl fühlen, das ist ganz wichtig", erklärt sie mit charmantem französischem
Akzent.
Um ihre
Kunden richtig kennenzulernen und ihren
Stil optimal einzuschätzen, besucht sie den
Klienten erst einmal an seinem
Arbeitsplatz. So kann sie die
Fehler, die der Herr oder die Dame in puncto
Stil und
Verhalten macht, besser analysieren.
Als nächstes folgt eine
Farbberatung, die dem Kunden die für ihn passenden
Kleidungsfarben und
Farbkombinationen aufzeigt. Für die
Farbberatung arbeitet Engelhardt mit der Londoner Firma "First Impression" zusammen, eine der führenden
Adressen in Sachen
Farb- und Typberatung. Dann geht es an die
Feinheiten - die Musterung des Anzugstoffes, das Design der Krawatte oder der Kragenform.
Wenn es der
Kunde wünscht, begleitet die persönliche Beraterin ihn anschließend in die
Modegeschäfte der Stadt und sucht mit ihm zusammen die passenden
Stücke heraus. Je nach
Budget können dies die Galeries Lafayette, Peek & Cloppenburg oder ausgesuchte Herren- oder Damenschneider sein.
Feinheiten wie den passenden
Haarschnitt zum neuen Dress überläßt sie allerdings lieber den
Fachleuten.
"In Sachen Business-Kleidung hat Deutschland noch einen enormen Nachholbedarf", da ist sich nicht nur die 29-jährige gelernte
Modedesignerin aus Paris sicher. Eine dreistündige
Typberatung kostet bei Deniz Engelhardt 300,- DM. Buchen läßt sich die persönliche
Fashion-Consulterin übrigens auch für
Designfragen, was die
Inneneinrichtung derbhäuslichen vier Wände betrifft.
Weitere Informationen gibt es unter der Telefonnummer: 030 / 211 93 30 oder per Fax unter 030 / 26 55 83 21.
Wer eine
Typ- und Stilberatung in seiner Stadt sucht, findet auch im World Wide Web gute Adressen. Unter
www.beauty-forum.de auf die Seite "Kosmetikinstitute" klicken,
Farb- und Stilberatung markieren, die eigene
Postleitzahl eingeben und schon listen sich die
Anbieter auf.