Perfekte Pflege für die Haut
Es gibt
Frauen, die schwören auf
Nachtcremes, andere halten sie für völlig überflüssig.
Im vergangenen Jahr zeigte sich bei Umfragen deutlich, dass nicht alle Frauen ihre Haut in der Nacht anders als am Tage pflegen:
Nur
37,3 % der befragten Frauen ab 14 Jahren verwendete eine
Nachtcreme.
Wenn wir schlafen, ist unsere
Haut "hyperaktiv". Den ganzen Tag über ist der
Körper mit wichtigen Dingen, wie der
Energieversorgung von Muskeln, Organen und Nerven beschäftigt. Erst abends konzentriert er sich auf die
Regeneration, der Hautstoffwechsel und die
Erneuerung der Oberhaut wird erst ab zirka 18 Uhr so richtig angekurbelt und erreicht zwischen 22 und 24 Uhr ihren
Höhepunkt.
Das
Immunsystem läuft auf Hochtouren und während der
Nachtruhe kümmert sich die Haut um den Nachschub neuer
Zellen. Ab 23 Uhr füllt die Haut ihre
Energiedepots auf und bis 4 Uhr morgens teilen sich die
Zellen acht Mal häufiger als in der übrigen Zeit.
Und genau dort setzen
Nachtcremes an. Sie unterscheiden sich von
Tagescremes meist in den
Wirkstoffen und in der
Reichhaltigkeit. Die zugeführten Wirkstoffe sollen den natürlichen Biorhythmus des
Organismus und die natürlichen
Hautfunktionen, die nachts anders ablaufen als während des Tages, unterstützen.
Die
Cremes sollen so intensiver wirken und besser verwertet werden. Oftmals sind
Nachtcremes wesentlich fettiger als ihre
Kompagnons für den Tag. Deshalb ist man gut beraten, wenn man eine
Nachtcreme aus der Pflegelinie, die man auch am
Tage nimmt, wählt.
So sind die
Inhaltsstoffe optimal aufeinander abgestimmt und
Misch- oder
fettige Haut wird auch in der Nacht mit ölfreien
Texturen gepflegt.
Denn: es gibt natürlich auch
Nachtcremes oder
-fluids, die nicht unbedingt mehr Fett dafür aber eine
Extraportion Feuchtigkeit spenden.
Also, was tun?
In der
Nacht ist die
Haut nicht gern alleine ...
Perfekte Pflege für die Haut
Sehr sinnvoll ist die
Anwendung einer reichhaltigen Nachtpflege bei
sehr trockener oder
trockener Haut.
Durch sie bekommt die
Haut über Nacht genau das, was sie selbst nicht in ausreichender
Menge produzieren kann, nämlich
Fett, das die Haut geschmeidig macht und schützt.
Ganz anders sieht es bei
fettiger Haut aus, die zu
Unreinheiten neigt. Hier kann eine zusätzliche
Fettzufuhr das Hautbild verschlechtern. Was die Haut trotzdem braucht, ist eine
feuchtigkeitsspendende Pflege, die Tags wie Nachts aufgetragen werden sollte.
Auch
Mischhaut hat ihre ganz eigenen Ansprüche. In der
T-Zone produziert sie übermäßig viel Fett, an den
Seitenpartien ist sie aber meist trocken, weshalb viele
Frauen in der Nacht gerne eine etwas reichhaltigere
Nachtcreme benutzen. Dann sollte man allerdings die
T-Zone beim Cremen öfters aussparen. Speziell die
Nase braucht wenig Creme, da die
Talgdrüsen hier auf Hochtouren arbeiten und genügend eigene
Pflege spenden.
Einzige Ausnahme: spezielle Pflegeserien für die
Mischhaut. Sie enthalten sebumregulierende, mattierende und adstringierende
Inhaltsstoffe, die das
Hautbild normalisieren - also, der Nase zum Beispiel das Glänzen abgewöhnen sollen.
Viele
Kosmetikfirmen bieten von einer Nachtcreme
Creme oder
Fluid an (z.B. Night-A-Mins von Origins). Die
Creme ist eher für reife, trockene oder empfindliche Haut geeignet - das
Fluid für fettige oder Mischhaut.
Die wichtigen
Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralien und Feuchtigkeitsspender sind in beiden
Formulierungen enthalten, der Fettanteil im
Fluid ist aber geringer, als in der
Creme.
Eine
Tagescreme mit UV-Filtern auch nachts zu benutzen ist ziemlich unsinnig und bringt
unnötig Chemie auf die Haut. Die
UV-Filter können nämlich die
Haut durchdringen und in kleinen Mengen durch die
Blutbahn in den Organismus gelangen. Tagsüber ist ein
UV-Filter allerdings sehr wichtig, denn die Strahlen sind unter anderem für eine schnellere
Hautalterung verantwortlich und können sogar
Zellstrukturen verändern.
Keine Bange: die
Filtersubstanzen sind auf ihre
Unbedenklichkeit geprüft, ein echter Schaden kann selbst bei einer regelmäßigen Verwendung von
LSF-Faktoren nicht auftreten.