C & A im Dilemma
Trotz aufwendigem Relaunch: C&A ist in der
schwersten Phase seiner Geschichte. Erst zog sich das Unternehmen aus
Großbritanien zurück, schloß dort alle
Geschäfte, nun trifft es auch
Deutschland. Verschiedene
Standorte werden definitiv dicht gemacht.
Darunter die Häuser in
Bergisch Gladbach,
Cottbus,
Frankfurt/Oder und
Suhl. In
Hamburg werden die Filialen in Norderstedt und im Einkaufszentrum Hamburger Straße geschlossen. Ebenso die Filiale in der
Regensburger Altstadt sowie in der
Leipziger Innenstadt.
Der
Absturz des großen Textilers kommt jedoch nicht plötzlich. Schon lange kränkelt das
Unternehmen an einer nicht definierten
Zielgruppe und dem
Ruf irgendwie ein bisschen "oldfashioned" zu sein.
Aufwendige
Umbauten der C&A Häuser und die
Rückorientierung zu den eigenen Wurzeln sollen dem Unternehmen jetzt
neuen Aufwind geben. An der
Qualität der angebotenen Sortimente kann der Absturz nicht liegen, denn die ist ungebrochen gut. Eher an der
Ziellosigkeit immer neue Sortimente, wie
Wohnaccessoires, zu platzieren.
Erst kürzlich geriet das ohnehin schon gebeutelte
Unternehmen in die Schlagzeilen. Auf
Kinder-Sweatshirts war eine vermeintlich fiktive Internetadresse angegeben, die aber zu einer
Hardcore Gay-Site im Netz führte. Eine
Rückrufaktion von 60.000 Sweatshirts wurde von
C&A sofort eingeleitet und es folgte eine
offizielle Entschuldigung. Bei Rückgabe der
Sweatshirt bekamen die Kunden zusätzlich einen
Warengutschein in Höhe von 50 DM.
Eine missliche Panne, die keinem Einkäufer eines großen Unternehmens passieren darf!
C&A steckt in einem
Dilemma, denn alle
Aktionen und
Launches verpuffen irgendwie im Nichts ....
Das geht auch anderen Firmen so.
Wer noch mehr Exempel von
missratenen Produkten oder merkwürdigen
Kundenaktionen erfahren will, sollte auf die Seiten von
www.Argh-Faktor.de klicken. Hier gibt es nette Beispiele von
grotesken Neuerungen an durchaus teuren Autos oder
unsinnigen Verpackungen, die Verbraucher so richtig ärgern!
Wer seinem
Frust Luft machen will, ist hier ebenfalls gut aufgehoben. In vielen Fällen folgt sogar ein
Statement der betroffenen Firmen.