Schlechter Atem
Man selbst riecht es nicht,
Freunde,
Bekannte oder
Arbeitskollegen scheuen sich gewöhnlich davor einen auf
Mundgeruch aufmerksam zu machen. Meist merkt man erst, dass man einen
schlechten Atem hat, wenn sich
Gesprächspartner immer mehr distanzieren.
Mundgeruch macht einsam und kann mehrere Ursachen haben: Logisch, dass man nach dem Verzehr von reichlich
Knoblauch und
Zwiebeln auch dementsprechend "duftet".
Wesentlich häufiger entsteht
schlechter Atem aber durch Bakterien, verminderten Speichelfluss, Krankheiten im Mund, eine zerstörte Mundflora oder durch eine schlechte Mundhygiene. In
wenigen Fällen können Atemwegsinfektionen, Medikamente oder Krankheiten wie zum Beispiel Diabetes zu schlechtem Atem führen.
Mundgeruch tritt auch bei vereiterten Mandeln oder Kieferhöhlen sowie Stoffwechselkrankheiten und Erkrankungen von Magen, Leber und Galle auf. Signale wie "Küssen verboten" oder "Möchtest Du vielleicht ein Pfefferminz" sollte man nicht unbedingt als
Schlipstreterei auffassen.
Ist man sich unsicher, kann man mit einem kleinen Gerät schnell feststellen, ob der
Atem noch frisch ist. Diskret misst
Fresh Kiss von Tanita (79,90 DM) den Anteil der flüchtigen Schwefelverbindungen und Kohlenwasserstoffe, die bei über 90% der Fälle von
Mundgeruch vorhanden sind.
Das
Gerät ist nur 9 Zentimeter klein, passt in jede
Tasche und die Berechnung des Wertes dauert nur drei Sekunden.
Ist das Problem erkannt, geht es an die Lösung!
Zuerst sollten Sie einen
Zahnarzt aufsuchen, der mögliche Ursachen erkennt. Während es in den USA, in England und in Skandinavien bereits auf
Mundgeruch spezialisierte Ärzte und Kliniken gibt, ist Deutschland in dieser Hinsicht noch ein Entwicklungsland. Findet der
Zahnarzt keine Erklärung für das Problem, gehen Sie zu Ihrem
Hausarzt, dann könnte vielleicht eine
Erkrankung hinter dem schlechten Atem stecken.
So beugen Sie
Mundgeruch vor!
Schlechter Atem
Die beste Versicherung gegen
Mundgeruch ist und bleibt die richtige
Zahn- und
Mundhygiene.
Neben der Zahnbürste sollte auch Zahnseide bei der
täglichen Zahnpflege nicht fehlen.
Die
Zahnseide reinigt die Zahnzwischenräume, in denen sich Speisereste festsetzen können. Wem der Umgang mit den dünnen Fäden nicht so recht gelingen will, kann auch
Interdentalbürstchen benutzen. Sie lassen sich leichter anwenden und reinigen die
Zahnzwischenräume genauso gut.
In anderen Kulturen gehört die
Reinigung der Zunge schon lange zum Pflegeritual. Bei uns werden
Zungenschaber oder
Zungenbürsten noch recht stiefmütterlich angewendet. Zugegeben, es fühlt sich schon ein bisschen komisch an aber auf der
Zunge befindet sich eine der häufigsten
Quellen für Mundgeruch.
Mit dem
Zungenschaber oder auch der
Zahnbürste bürstet man die Zunge vom hinteren Teil bis zur Spitze. Das verhindert nicht nur
Mundgeruch sondern soll zudem die
Geschmacksnerven anregen.
Besonders gründlich sollten Sie
Zähne und
Zunge nach dem Essen von Fisch, Fleisch oder Milchprodukten reinigen. Die enthaltenen
Eiweißstoffe zersetzen sich im Mund und verursachen einen schlechten Atem.
Ein trockener Mund hält
Geruchsstoffe förmlich fest. Trinken Sie viel, dann werden diese schlechten
Geruchsstoffe ausgespült.
Kaffee ist allerdings keine Lösung, denn er reduziert den
Speichelfluss und bewirkt so genau das Gegenteil. Zuckerfreie
Kaugummis sind ideal für unterwegs, denn durch die
Kaubewegungen wird der Speichelfluss angeregt.
Schnelle Hilfe versprechen auch diverse Hausmittel: das Zerkauen von Wacholderbeeren, frischer Petersilie, Kaffeebohnen, oder Gewürznelken ist zwar nicht jedermanns Sache, die enthaltenen
ätherischen Öle überdecken aber wenigstens für eine Weile schlechte
Gerüche.
Noch ein
Tipp aus dem Nähkästchen - gurgeln Sie ab und zu mit einem Glas heißem Zitronenwasser. Dafür geben Sie den
Saft einer halben Zitronen auf ein Glas Wasser. Das soll schlechten
Atem vertreiben und auch den
Rachen säubern.