Yves Saint Laurent - Zwei Düfte schreiben Geschichte
Die
Seventies - eine Mischung aus Freiheit, Glamour und Rock ´n´ Roll - haben gleich
zwei Parfums hervorgebracht, die ein völlig neues
Lebensgefühl ausdrücken.
Ihr Createur: Yves Saint Laurent, ruhiger und ein wenig schüchterner
Modedesigner, der sich schon damals ganz bewusst vom konventionellen
Chic anderer Designer abhebt.
1971 steckte Yves Saint Laurent die Frauen in
Smokings, schuf für sie gewagte, durchsichtige
Blusen und gab ihnen auch gleich den passenden
Duft mit auf den Weg:
Rive Gauche.
Wagemutig waren damals nicht nur seine
modischen Creationen, sondern auch der
Flakon in Form einer metallischen Sprühdose, der den
Duft aus Ylang Ylang, Jasmin, Rose und Gardenie umhüllt.
Sechs Jahre später bricht Yves Saint Laurent wieder einmal mit allen Traditionen und kreiert einen einmaligen orientalischen Duft: Opium.
Schon der
Name schockierte und so lief Yves Saint Laurent bei seinen
Geldgebern nicht unbedingt offene Türen ein. Doch der
Couturier war so überzeugt von seinem neuen Duft, der "orientalisch, aber ohne allzu starken Vanillegeruch sein soll", dass er sich auf einen
Blindtest in den USA, Deutschland und Frankreich einlässt.
Dort wurde das
Parfum, mit einem neutralen Etikett, neben anderen namenlosen
Düften einer Reihe von Verbraucherinnen vorgestellt. Sie sollten sich für einen
Duft entscheiden - und alle wählten
Opium zu ihrer Nummer eins!
Auch den
Namen dachte sich der introvertierte
Modeschöpfer selbst aus.
Bei der Lancierung des Duftes schrieb er:
"Ich wählte den Namen Opium für diesen Duft in der Hoffnung, dass es durch seine strahlende Kraft, himmlische Duftnote, magnetische Wellen all die Dinge erreicht, die das Herz ansprechen. Den Zauber der Verführung, welcher leidenschaftliche Liebe heraufbeschwört, wenn man sich Hals über Kopf verliebt - schicksalhafte Ekstase..."Opium übertrifft schon bald alle Erwartungen. Durch den neuartigen
Duft, seinen gewagten
Namen, seine luxuriöse
Aufmachung und einer starken
Werbekampagne reißen sich Frauen auf der ganzen Welt nach dem
Duft aus Labdanum, Siam-Benzoe, Myhrre, Opoponax, Zedern- und Sandelholz mit
blumigen Noten aus Maiglöckchen, Rose und Jasmin,
fruchtigen Nuancen aus Mandarine und Pflaume und würzigen Düften von Gewürznelke, Pfeffer und Koriander.
Der
Run auf Opium ist so stark, dass der
Duft bald weltweit ausverkauft ist und die
Produktion kaum noch der Nachfrage standhalten kann. Für das erste Jahr hatte man sich einen
Umsatz von einer Million Francs ausgerechnet - tatsächlich erreichte man aber die
Rekordsumme von fünfzehn Millionen Francs.
Opium ist bis heute der
meistverkaufte Duft aus dem Hause Yves Saint Laurent und der
Topseller aller Düfte, die in den siebziger Jahren kreiert wurden.
Man könnte meinen, dass
jede Frau mindestens einmal in ihrem Leben ein Fläschchen
Opium gekauft hat.
Bis heute ist der verführerische Duft ein erfolgreicher
Klassiker, der besonders gut zu festlichen
Roben, großen
Anlässen und mondänen
Auftritten passt.
Doch 1998 geht man bei Yves Saint Laurent einen neuen Weg.
Im Zeichen von
frischen Noten und
Parfums, die Frau jeden
Tag und in jeder
Situation tragen möchte, wird
Opium Fraicheur D´Orient lanciert. Der
Unterschied zum Klassiker Opium liegt in den
leichteren Nuancen von Mandarine, Wassermelone, Jasmin, Magnolie, Vanille und Caramel.
Neu ist auch die Formulierung: vom reinen "Duftstoff" wandelt sich
Opium zum einem Duft mit Pflegecharakter.
Opium Fraicheur D´Orient wird auf die Haut gesprüht und hinterlässt einen feuchtigkeitsspendenden
Duftfilm, der bis zu acht Stunden anhält. Das
Eau de Toilette enthält keinen Alkohol und kann so auch in der
Sonne getragen werden.
Es lebe der kleine Unterschied, der
Opium für eine neue Kundenschicht interessant machte und ideal in das neue
Wellness-Jahrtausend passt.