Mit natürlichen Mitteln der Erkältung strotzen
Es kribbelt in der
Nase, der
Hals kratzt und abwechselnd wird man von
Hitze- und
Kälteschüben geschüttelt.
Klarer Fall, eine Erkältung ist im Anmarsch.
Jetzt heißt es einen
Gang zurückschalten,
Stress und
Hektik so weit wie möglich abschalten und den Körper beim Kampf gegen
Viren und
Bakterien zu unterstützen.
Ideal sind dafür heiße
Fußbäder. Sie wärmen den
Körper so richtig durch, regen den
Kreislauf an und sorgen dafür, dass das
Blut schneller zirkuliert.
Und so geht´s:
Nehmen Sie eine
Schüssel oder einen
Eimer, in dem beide
Füße Platz finden und in dem das Wasser bis zu den
Waden reichen kann. Nun brauchen Sie noch ein
Badethermometer und eventuell einen medizinischen
Badezusatz mit ätherischen Ölen von Kampfer oder Thymian. Stellen Sie beide
Füße in die Schüssel und gießen Sie
warmes Wasser mit einer Temperatur von zirka 35 bis 37 Grad dazu.
Gießen Sie kontinuierlich
heißes Wasser dazu und steigern Sie so die
Wassertemperatur in höchstens 20 Minuten auf 40 bis 42 Grad. Bleiben Sie dann noch für zirka
fünf Minuten mit den Beinen im Wasser. Anschließend gut
abtrocknen und ins
Bett gehen.
Bei einem rauhen
Hals helfen natürliche
Heilmittel oft besser, als
Tabletten aus der Apotheke. Ist der Hals entzündet und gesellt sich sogar
Heiserkeit dazu, ist eine
Salbeispülung erstes Mittel der Wahl. Die
ätherischen Öle der Salbeiblätter besitzen eine kräftigende und desinfizierende
Wirkung. Honig oder Obstessig unterstützen die
Heilwirkung des Salbei.
Um
Salbeigurgelwasser herzustellen benötigen Sie etwa eine Hand voll zerkleinerte, frische oder getrocknete
Salbeiblätter, einen Esslöffel
Honig und einen Esslöffel
Obstessig. Geben Sie erst die
Salbeiblätter, dann ½ Liter Wasser in einen Topf und bringen Sie beides langsam zum
Kochen.
Sobald das Wasser kocht, nehmen Sie den
Topf vom Herd und lassen die
Mischung noch etwas ziehen. Dann gießen Sie den
Sud durch ein Sieb und geben nach dem Abkühlen
Honig und
Essig dazu. Bei einer
akuten Erkältung sollten Sie mit dem warmen
Sud mehrmals täglich gurgeln.
Hört sich abscheulich an, ist aber schon seit Urgroßmutters Zeiten eine wirkungsvolle Hustenmedizin: Zwiebelsirup.
Zwiebeln haben eine
antibakterielle,
stärkende und
harntreibende Wirkung. Sie stärken den
Organismus, lösen festsitzenden
Schleim und bekämpfen die
Krankheitskeime.
Bei
akutem Husten sollte man bis zu fünf Esslöffel
Zwiebelsirup über den Tag verteilt zu sich nehmen - vorher den
Sirup leicht anwärmen.
Und so wird aus Zwiebeln ein wirksamer Hustensaft:
Nehmen Sie 500 Gramm
Zwiebeln, 80 Gramm
Honig, 30 Gramm
Kandiszucker und 1 Liter
Wasser. Schälen und zerkleinern Sie zuerst die Zwiebeln. Geben Sie dann die
Zwiebeln und den
Kandiszucker in einen Topf.
Mit Wasser übergießen, langsam erhitzen und bei kleiner Temperatur ungefähr drei Stunden lang kochen.
Anschließend
Zwiebeln und
Wasser durch ein Sieb seihen, abkühlen lassen und den
Honig zum
Zwiebelwasser geben. Den fertigen
Zwiebelsirup in eine dunkle Flasche abfüllen und gut verschließen.
Kamillendämpfe lindern so manche Erkältungsbeschwerden wie
Schnupfen,
Nasennebenhöhlenentzündungen,
Husten und
Heiserkeit. Die heißen Dämpfe werden etwa eine Viertelstunde durch
Mund und Nase eingeatmet. Geben Sie eine Hand voll
Kamillenblüten (aus dem Reformhaus oder der Apotheke) in ein Gefäß und überbrühen sie mit
kochendem Wasser.
Damit die
lindernden Dämpfe nicht entweichen können, legen Sie sich ein großes
Handtuch um die Schultern, beugen sich über das Gefäß und decken
Kopf und Gefäß mit dem Handtuch ab. Das
Dampfbad lindert nicht nur die
Erkältung sondern ist auch noch gut für den
Teint!
Doch Vorsicht: man wird schnell müde. Deshalb ab ins Bett, schön einkuscheln und sich gesundschlafen.