Neue Studie belegt: Bei Migräne können natürliche Fettsäuren helfen
Etwa acht Millionen Deutsche leiden an
Migräne, 90 Prozent davon sind
Frauen.
Teils unerträgliche Schmerzen, Übelkeit und Lichtempfindlichkeit schränken die
Lebensqualität von Migräne-Patienten erheblich ein, und oftmals lindern selbst
starke Medikamente die Schmerzen und die Begleitsymptome kaum.
Die genauen Ursachen der
Migräne sind unklar. Bekannt ist jedoch, dass während eines
Migräneanfalls Entzündungen an den Gefäßen der
Nervenenden entstehen.
Dies und eine erniedrigte
Schmerzschwelle sind für die oft quälenden
Schmerzen verantwortlich.
In vielen Fällen haben
Migränepatienten eine wahre Odyssee an
Behandlungsversuchen hinter sich, ohne Erfolg. Der Berliner Mediziner
Dr. W. Wagner hat nun eine nebenwirkungsfreie
Alternative zu starken
Schmerzmitteln vorgestellt. Mit ihr soll es möglich sein, der
Migräne effektiv und langfristig vorzubeugen.
Im Rahmen einer
Anwendungsbeobachtung erreichte der Schmerzarzt, der selber lange unter Migräne litt, bei
80 Prozent seiner 129 Migränepatienten eine
deutliche Senkung der Intensität, Dauer und Häufigkeit der
Schmerzattacken. Die beobachteten
Patienten litten im Durchschnitt seit 22 Jahren an Migräne - ein
Zustand, der für Betroffene und Familienangehörige gleichermaßen belastend ist.
Für seine
Studie erweiterte der Mediziner die gewohnte
Ernährung der Testpersonen um mehrfach
ungesättigte Fettsäuren und andere
Faktoren. Mit der
Studie bestätigte sich die
Theorie, dass durch die Modulation der
Entzündungsreaktionen mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren eine
Migräneprophylaxe möglich ist.
Zur Anwendung kam eine
Nahrungsergänzung (Substigam/Apotheke) mit einem hohen Anteil an
alpha-Linolensäure und
gamma-Linolensäure. Beide werden in Stoffwechselprozessen und neuronalen Vorgängen benötigt, die unter anderem das
Entzündungsgeschehen und das
Schmerzempfinden beeinflussen. Über das Spektrum der
Gewebshormone (Prostaglandine) verhindern die mehrfach
ungesättigten Fettsäuren, dass die
Schmerzen intensiver wahrgenommen werden und
Entzündungen an den Nervenenden entstehen.
So erfolgreich die
Behandlung auch sein mag,
Geduld ist gefragt. Die
Fettsäuren zeigen erst nach zwei Wochen bis drei Monaten erste deutliche
Effekte. Dann allerdings werden die
Migräneattacken schwächer, seltener und treten bei vielen
Betroffen gar nicht mehr auf.