Kein Haar zuviel - so geht´s ganz locker
Andere Länder, andere Sitten: während in
Amerika die meisten Frauen mit "glatten"
Beinen durch den Sommer gehen, bevorzugt die Mehrheit der
deutschen Frauen doch eher den
natürlichen Flaum.
Das ermittelte eine
Umfrage des Freiöl-Instituts für Hautforschung.
Immerhin enthaaren 67,4 % aller befragten Frauen die
Beine nicht, 13,4 % greifen zum
Nass-Rasierer, 7% zur
elektrischen Variante. Fast genauso viele Frauen (6,9%) bevorzugen eine
Enthaarungscreme und nur 4 % benutzen regelmäßig ein
Epiliergerät.
Dabei hat die etwas schmerzhafte Prozedur des Epilierens durchaus Vorteile: das
Haar wird tief aus der
Wurzel gerissen - bis die
Haare nachwachsen, vergehen 3 bis 4 Wochen.
Ganz schnell wird man die
Haare mit einem
Rasierer los. Dabei kappen die Klingen die feinen
Härchen an der Hautoberfläche - mit dem
Effekt, dass recht schnell
Stoppeln nachwachsen.
Gründlicher, als die Haarentfernung mit einem
Elektrorasierer, ist die
Nassrasur.
Wer jedoch zum
Rasierer des Göttergatten greift, kann schnell eine recht blutige
Schererfahrung machen. Besser sind
Lady-Shaver, die so geformt sind, dass sie die
Haut schützen und die
Haare trotzdem optimal erfassen können.
Neu auf dem Markt ist
Gillette for Women Venus (ca. 16 DM). Die ovale Form des
Rasierkopfes passt sich optimal den
Konturen an, man schneidet sich nicht mehr so schnell. Zudem sorgen gleich
drei Klingen für die hautnahe und gründliche
Rasur. Und damit keine
stumpfe Klinge mehr an die zarte Haut kommt, erinnert ein
Indikatorstreifen an das Wechseln der Klingen.
Der Nachteil jeder Rasur: die
Haare sprießen nach drei bis vier Tagen wieder.
Beauty & More Tipp: Wir haben den
Venus Rasierer ausprobiert.
Das Ergebnis: Die
Haare lassen sich völlig unproblematisch und sehr gründlich entfernen, selbst an
kritischen Stellen wie unter den
Achseln oder in der
Bikinizone. Da man nur einmal über die Haut fahren muss, um alle
Haare zu kappen, wird die
Haut nicht unnötig gereizt. Durch den breiten
Rasierkopf und die weichen
Schutzkissen ist die
Verletzungsgefahr sehr gering.
Damit die
Haare nach der Rasur nicht so schnell nachwachsen, gibt es "Wuchsbremsen" in
Ampullen- oder
Cremeform.
So z.B. das
"Concentré Post-Épilatoire 116B" von
Maria Galland.
Das
zweiphasige Konzentrat aus Puder und Lösung entfaltet seine besondere
Wirkung direkt nach der Haarentfernung in der
Haarwurzel. Der Hauptwirkstoff des Puders, das
proteinspaltende Papain, verlangsamt die
Keratinbildung und bremst den
Haarwuchs. Weitere
Enzyme verringern zusätzlich die Haarbildung durch eine Inaktivierung der
Linolsäure, die für die Zellbildung und die Talgproduktion verantwortlich ist.
Die Lösungsflüssigkeit dient zur
Beruhigung der Haut, wirkt abschwellend und reizlindernd. Die regelmäßige Anwendung des Konzentrats soll die
Haarwuchsdichte und das
Nachwachsen der Haare deutlich bremsen.
Wachsanwendungen und automatische
Pinzetten vs. lästige Härchen.
Kein Haar zuviel - so geht´s ganz locker
Soll die Enthaarung länger als nur ein paar Tage anhalten, hilft nur die "brutale" Methode: Die Haare an der Wurzel packen und herausreißen. Recht einfach geht das mit
Epiliergeräten. Etwas aufwendiger ist die Haarentfernung mit
Wachs.
Heißwachs wird entweder mit einem speziellen
Roll-On oder mit einem
Spatel auf die trockene Haut aufgetragen. Dann wird ein
Vlies auf das Wachs gelegt und anschließend mit einem
Ruck gegen die Wuchsrichtung abgezogen.
Diese Methode eignet sich aber nicht für jeden: wer
empfindliche Haut,
Besenreißer oder
Krampfadern hat, sollte vom Wachsen lieber die Finger lassen. Außerdem muss man darauf achten, das dass
Wachs nicht zu heiß auf die
Haut aufgetragen wird - sonst gibt es
Verbrennungen.
BaByliss bietet mit "Multi Wax" (ca. 119 DM) ein professionelles Gerät an, mit dem die
Wachskartusche genau auf die richtige Temperatur gebracht wird.
Außerdem ist in dem Set der Roll-On sowie drei Wachsarten für die unterschiedlichen Ansprüche der Haut enthalten: ein
natürliches Wachs, ein
abwaschbares Wachs mit Aloe und ein
Wachs mit Azulen, für die sensibleren Bereiche.
Kaltwachs gibt es in der Tube oder als fertig beschichtete
Zellophanstreifen. Sie werden auf Körpertemperatur gebracht, auf die zu enthaarende Stelle gelegt und mit einem Ruck abgezogen. Meist ist das
Ergebnis aber nicht so effektiv wie beim
Heißwachs. Erst 4 bis 6 Wochen nach dem
Wachsen sprießen die Haare wieder.
Beauty & More Tipp: Im Handel werden viele
Wachse angeboten, die sich schon in einem
Roll-On befinden und nur noch im
Wasserbad oder in der
Mikrowelle erwärmt werden müssen. Die sind aber eher was für
Geübte - weiß man noch nicht so recht damit umzugehen, artet das Ganze schnell in eine ziemliche
Schweinerei aus. Besonders dann, wenn das
Wachs nur mit Öl entfernt werden kann. Deshalb darauf achten, dass das Wachs wasserlöslich ist.
Strom ist eine Wunderwaffe gegen lästige
Härchen - natürlich durch
Elektrolyse mit niedriger Spannung! Dabei wird der Strom bis an die
Basis der Haarwurzel geleitet.
Nach 4 bis 5 Wochen, bei einer wöchentlichen
Behandlung, sollen die
Nährzellen des Haares zerstört worden sein und das
Haar soll nicht mehr nachwachsen.
Nach der
Behandlung können die Haare leicht und schmerzfrei mit einer
Pinzette oder einem
Epilierer entfernt werden. Ähnlich funktionieren
automatische Pinzetten. Dabei wird das einzelne
Haar mit der Pinzette erfasst und durch einen unspürbaren
Stromstoß direkt an der Wurzel verödet. Anschließend wird das
Haar durch den schmerzfreien
Zupfmechanismus herausgezogen.