Was kann die Traditionelle Chinesische Medizin wirklich?
Überfüllte
Warteräume und gestresste
Ärzte, die lieber schnell zum Rezeptblock greifen, als sich mehr Zeit für den
Patienten zu nehmen, sind an der Tagessordnung.
Gerade durch die hochtechnisierte
Apparatemedizin wird der Wunsch nach einer ganzheitlichen, natürlichen
Heilmethode bei vielen Menschen immer größer.
Vielleicht erlebt aus diesem Grund die
Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) momentan einen regelrechten Boom. Hier wird der
Mensch nicht auf erkrankte Strukturen reduziert, sondern als Ganzes gesehen. Bei der TCM spielen nicht nur die
Symptome eine Rolle, sondern auch
Geist,
Seele, die
Sorgen und die
Umgebung des Patienten.
TCM ist tief verwurzelt in der religiös-philosophischen Tradition
Chinas und kann auf eine Jahrtausende alte
Erfahrung blicken. Westliche
Schulmediziner können damit meist recht wenig anfangen und weisen immer wieder darauf hin, dass die
chinesische Medizin vielen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen widerspricht.
Trotzdem lassen sich die
Behandlungserfolge durch TCM nicht abstreiten. Grundlage dafür ist das harmonische Zusammenspiel von
Yin und
Yang, zwei gegensätzliche, sich bedingende und sich ergänzende
Seiten, die jeder
Mensch in sich trägt.
Dabei steht
Yin für weiblich, passiv, kalt, weich sowie für die Erde, den Mond und den Winter.
Yang hingegen steht für männlich, aktiv, warm, hart, für den Himmel, die Sonne und den Sommer. Nach der traditionellen
chinesischen Auffassung entsteht erst durch das harmonische Zusammenspiel beider die Lebensenergie
Qi, deren ungestörtes Fließen die Voraussetzung für
Gesundheit ist. Ist der Energiefluss gestört, kommt es zu einer Erkrankung.
Eine komplexe Untersuchung ist in der TCM Pflicht
Das Ziel eines
Arztes der Traditionellen Chinesischen Medizin ist es, möglichst ein umfassendes
Gesamtbild des Patienten zu bekommen. Das geschieht durch eine sehr
komplexe Untersuchung.
Hier betrachtet der Arzt die
äußere Erscheinung des Menschen, erkundigt sich ausgiebig nach seinem
Befinden, hört auf Stimme und
Atmung, achtet auf
Gerüche des Patienten und fühlt seinen
Puls. Die
Pulsdiagnose, sowie die
Zungendiagnose, sind ein Schwerpunkt in der TCM.
Die chinesische Medizin unterscheidet
über 30 Pulsqualitäten, von schnell, zerfließend bis kraftlos. Bestimmten Pulsqualitäten werden entsprechende Störungen zugeordnet. Bei der
Zungendiagnostik wird davon ausgegangen, dass sich die
Organe in bestimmten Arealen auf der
Zunge widerspiegeln. Veränderungen der Zunge und des Belags zeigen so auch
Funktionsstörungen von Organen an.
TCM -
Wunderwaffe gegen Krankheiten, bei der die
westliche Medizin an ihre Grenzen stößt
Was kann die Traditionelle Chinesische Medizin wirklich?
TCM bietet ein weites Feld der Behandlungsmöglichkeiten.
Psychosomatische und
chronische Krankheiten, aber auch Erkrankungen des
Bewegungsapparates, der
Atemwege und des
Verdauungstraktes, sowie
Rheuma,
Nervenleiden oder
Verspannungen lassen sich gut mit TCM therapieren.
Die Traditionelle Chinesische Medizin kann besonders zur Behandlung von
Krankheiten eingesetzt werden, bei denen die klassischen westlichen
Therapien an ihre Grenzen stoßen. Sehr empfehlenswert sind die Verfahren der TCM bei
Migräne,
Allergien,
chronischen Schmerzen,
Asthma,
Stresssymptomen oder bei
Schlafstörungen. Unterstützend zur
Krebstherapie kann die Traditionelle Chinesische Medizin
Nebenwirkungen von Medikamenten und Chemotherapien deutlich mildern.
Natürliche Heilmittel bringen das Qi wieder in Fluss
Die Fünf Säulen der TCM-Therapie: Arzneimittel,
Akupunktur,
Qi Gong,
Tuina und
Diätetik.
Zur Behandlung nutzt die TCM hauptsächlich natürliche Komponenten wie
Kräuter,
Mineralien und tierische
Substanzen.
Dahinter steht die
Vorstellung, dass bestimmte Eigenschaften der
Mineralien,
Kräuter oder des
Tieres auf den Menschen übertragen werden können. Ergänzt wird die Behandlung oft durch
Massagen, spezielle
Atem- und
Meditationstechniken, wie zum Beispiel Qi Gong oder Tai Chi, Akkupunktur sowie durch die
Moxibustion, mit der bestimmte Akupunkturpunkte mit einer gezielten Wärmehandlung stimuliert werden.
Ziel der gesamten Behandlung ist es, die
Selbstheilungskräfte des Körpers zu reaktivieren, das
Qi wieder zum Fließen,
Yin und
Yang wieder ins Gleichgewicht zu bringen und somit die
Grundlage für die Erkrankung auszumerzen und die
Krankheit zu überwinden.
TCM Kliniken und Praxen erfreuen sich großer Beliebtheit
In ganz
Deutschland entstanden in den letzten Jahren immer mehr TCM
Therapiezentren und
Praxen.
So zum Beispiel das
Meridian Therapiezentrum in Badenweiler, im südlichen Schwarzwald. Hier werden die
Elemente der TCM durch Angebote der
Schulmedizin ergänzt. Die intensive Behandlung wird dadurch gewährleistet, dass ein
Arzt lediglich acht
Patienten betreut. Natürlich kommt auch die
Entspannung nicht zu kurz, ein wichtiger Faktor um
Körper und
Seele wieder in Einklang zu bringen.
In dem fast schon luxuriösen
"Bad der Kaiserin", einer 350 Quadratmeter großen Badelandschaft mit
Duftgrotte,
Rhassoulbad,
Pool und
Kneippanlage, kann man genussvoll abschalten. Zusätzlich werden
Wellness- und
Schönheitsbehandlungen angeboten.
Was übernimmt die Krankenkasse?
In der Regel übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die gesamte Behandlung nach der Traditionellen Chinesischen Medizin nicht. Nach Einzelfallprüfung kann jedoch ein Teil der Kosten erstattet werden. Privatpatienten sollten vor dem Gang zum Arzt, der nach traditionellen chinesischen Heilmethoden arbeitet, unbedingt bei seinem Versicherer nachfragen, welche Kosten übernommen werden.
Nähere Informationen über die TCM gibt es im Internet unter: