ÖKO-Test untersuchte 21 Lipglosse - Nur eins schnitt ´sehr gut´ ab
Feucht glänzende
Lippen stehen modisch wieder hoch im
Kurs. Was bereits in den Seventies für
Furore sorgte, darf beim aktuellen
Glamour-Look natürlich nicht fehlen.
Der neueste Trend hat laut ÖKO-Test allerdings einen Haken:
Die meisten getesteten
Glosse enthalten jede Menge bedenklicher
Substanzen, billige
Erdölprodukte oder
Stoffe, die Allergien auslösen oder Krebs erzeugen können.
Ob hochpreisiges Lipgloss aus der Parfümerie, die günstigere Variante aus der Drogerie oder die vertrauenserweckende Version aus der Apotheke; mit "sehr gut" wurde nur ein einziges Produkt bewertet: Lavera Lipgloss aus dem Bioladen. Alle anderen schnitten mit "befriedigend" über "mangelhaft" bis "ungenügend" ab.
Wobei die mit "befriedigend" eingestuften Produkte meist keine
halogenorganischen Verbindungen,
PEG/PEG-Dervirate, bedenkliche
Moschusverbindungen bzw.
Farbstoffe und mögliche hormonell wirkende
UV-Filter enthielten - einzige Ausnahme "Rouge Brillant Hydrating Lip Gloss" von Christian Dior. Hier fanden die
ÖKO-Tester halogenorganische Verbindungen. Die anderen
Produkte bekamen u.a. eine Abwertung, weil mehr als 10%
Erdölprodukte/Paraffine oder
Silikonen in der Fettphase eingesetzt wurden. Sie sind ein billiger Ersatz für hochwertige
pflanzliche Öle und
Fette. Von einigen
Paraffinen weiß man, dass sie sich in
Leber,
Niere und
Lymphknoten anreichern können.
Problematische Substanzen kann man bereits beim Kauf der Produkte erkennen. Die
Inhaltsstoffe eines Produktes müssen auf der Verpackung mit
INCI-Namen (International Nomenclature Cosmetic Ingredients) deklariert sein.
Gute Hilfestellung beim Einkauf bieten
Ratgeber im Taschenformat, die schnell darüber aufklären, was sich hinter den teils
schwierigen Namen in Wirklichkeit verbirgt.
Zum Beispiel
"Kosmetik - was ist drin?" von Dr. Cornelia Koch (ISBN 3-576-11324-x, Mosaik Verlag), (DM 14,90 / EUR 7,62).
Die genauen Testergebnisse kann man in der aktuellen ÖKO-Test Ausgabe nachlesen.