Vergessen Sie Schäfchenzählen und schlafen Sie richtig gut
Wer kennt das nicht?
Man ist hundemüde und trotzdem kriegt man kein Auge zu. Was für manchen nur gelegentlich zu einer
schlaflosen Nacht führt, ist für etwa
20 Millionen Deutsche eine regelmäßig wiederkehrende
Tortur.
Immer mehr Menschen leiden an
Schlaflosigkeit,
Einschlaf- oder
Durchschlafproblemen - davon betroffen sind auch viele
junge Menschen zwischen 16 und 29 Jahren, wie jetzt eine aktuelle, weltweite
Schlafforschungs-Studie in Kooperation zwischen dem
Max-Planck-Institut für Psychatrie/München und der
TU Dresden ergab.
Eine
unruhige Nacht kann viele Ursachen haben, auch ganz "banale, wie
zum Beispiel schweres Essen am Abend, hoher Nikotin- und Alkoholkonsum, ein aufregender Krimi oder aufwühlende Nachrichten. Aber auch
Stress, unbewältigte
Konflikte oder
Ängste können Auslöser für eine
schlaflose oder
ruhelose Nacht sein. Viele Menschen merken erst gar nicht, dass sie schlecht schlafen.
Sie wundern sich darüber, dass sie
am Tage müde sind, sich nicht so richtig
konzentrieren können und sich irgendwie "völlig daneben" fühlen. Genau das sind aber
Anzeichen dafür, dass die
Nachtruhe alles andere als erholsam war. Manche
Körperfunktionen werden erst während des
Schlafens so richtig wach;
Wachstumshormone und
neue Körperzellen werden gebildet und das
Immunsystem läuft auf Hochtouren.
Schlafen Sie gut, dann läuft auch am Tage alles wie am Schnürchen.
Träume sind keine Schäume
Jeder Mensch träumt, wenn er schläft - auch wenn er sich nicht daran erinnert.
Träume sind für unser geistiges und körperliches
Wohlbefinden sehr wichtig.
Würde man einen
Menschen mehrere Tage hintereinander zu Beginn der
Traumphase wecken, ließe sein
Erinnerungs-,
Merk- und
Gedächtnisvermögen nach.
Ein Mensch ohne Träume wird seelisch krank.
Für die Qualität des Schlafes sind neben der Schlafdauer zwei Phasen entscheidend, die sich vier bis fünf Mal pro Nacht wiederholen:
die
Phase 1 dient der physikalischen Restauration und des körperlichen Wachstums. Die
2. Phase (REM) - die Traumphase - ist für die geistige Leistungsfähigkeit wichtig.
Wacht man morgens wie
gerädert auf oder hat das Gefühl, die ganze Nacht
schlimme Träume gehabt zu haben, kam wahrscheinlich die
1. Phase zu kurz. Anstatt sich
phlegmatisch durch den Tag zu quälen sollte man dann
sportlich aktiv werden. Das macht
Körper und
Geist wieder mobil und bereitet ihn schon während des Tages auf einen
erholsamen Schlaf in der kommenden Nacht vor.
Träume dienen aber auch dazu
Erlebtes,
Erinnerungen,
Wünsche und
Triebe zu verarbeiten und
Gemütsverfassungen widerzuspiegeln.
Reinigen Sie vor dem zu Bett gehen die Seele: erzählen Sie von Ihren
Alltagssorgen, vom Ärger bei der Arbeit und lassen Sie den Tag
Revue passieren - das hilft! Denn mit einem Kopf
voller Probleme schläft und träumt es sich schlecht.
Wenn nichts mehr hilft ...
Lieber nicht zur Schlaftablette greifen!
Vergessen Sie Schäfchenzählen und schlafen Sie richtig gut
Statt zur chemischen Keule lieber in die Trickkiste der Natur greifen!
Manch einen "schlechten" Schläfer treibt die
nächtliche Unruhe fast zur Verzweiflung. Der Griff zur
Schlaftablette ist dann für viele der vermeintlich
letzte Ausweg, um wenigstens etwas
Ruhe zu finden.
Doch
chemische Schlafmittel führen zu einem
manipulierten Schlaf, bei dem die wichtigen
REM-Phasen blockiert werden können. Das hat zur
Folge, dass man matt und zerschlagen aufwacht und über den Tag mit
innerer Unruhe und erhöhter
Reizbarkeit zu kämpfen hat.
Ein anderer, ganz
wichtiger Faktor ist die Gefahr von chemischen Schlafmitteln abhängig zu werden. Viele
Menschen kommen schnell in einen
Teufelskreis, der sie morgens zu
Aufputschmitteln und abends zur
Schlaftablette greifen läßt.
Besser sind hochdosierte Kombinationspräparate oder Tees aus der Naturapotheke.
So beruhigt
Baldrian nach Stress und Hektik im Alltag und fördert die
Schlafbereitschaft, ohne tagsüber müde zu machen. Auch
Leistungsfähigkeit und
Fahrtüchtigkeit werden nicht beeinträchtigt - was bei
chemischen Schlafmitteln durchaus der Fall sein kann.
Unterstützend wirkt
Hopfen gegen nervöse Einschlafstörungen und Übererregbarkeit. Die beiden
Heilpflanzen in Kombination (z.B. in Nervendragees-ratiopharm) verhelfen zu einer erholsamen
Nachtruhe, ohne in den natürlichen
Schlafrhythmus und in die
Traumerlebnisse einzugreifen. Durch den
natürlichen Schlaf wacht man morgens frisch und entspannt auf.
Baldrian und
Hopfen sind sehr gut verträglich und führen selbst bei längerer Anwendung zu keiner
Abhängigkeit,
Nebenwirkungen sind nicht bekannt.
Johanniskraut beeinflusst depressive Stimmungen oder Niedergeschlagenheit positiv, welche oft das
Einschlafen erschweren.
Eine gute
Einschlafhilfe ist auch ein heißes Bad mit einem beruhigenden
Badezusatz, zum Beispiel mit dem
tetesept Sinnenbad "Gute Nacht".
Es entspannt und hilft durch den
Duft von Lavendel-, Baldrian-, und Melissenöl zur
Ruhe zu kommen.
Durch die
blaue Tönung des Badewassers wird der beruhigende
Effekt noch unterstützt. Nach 10 bis 20 Minuten ist man ideal auf einen
erholsamen Schlaf und eine
gute Nacht vorbereitet.
Bestimmte
ätherische Öle, wie zum Beispiel Lavendel, Rose, Sandelholz oder Ylang-Ylang gelten als
schlaffördernd.
Legen Sie sich einfach mal ein kleines
Lavendelkissen unter das Kopfkissen. Die beruhigende
Heilpflanze duftet nicht nur gut, sondern lässt Sie auch schneller und tiefer
schlafen.
Eine weitere
Alternative ist die "Sensory Therapy" von Origins. Das "Träumschön-Kissenspray", die
Body Cream oder
Bademilch wirken mit ihren
ätherischen Ölen beruhigend und schlaffördernd.
Wenn Sie trotz allem nicht einschlafen können, dann steigen Sie aus dem Bett.
Denn: je länger Sie sich in den
Federn wälzen, desto unruhiger werden Sie.
Lesen Sie bei einer heißen Tasse Tee lieber ein gutes
Buch oder eine
Zeitschrift, bis Sie müde werden. Gehen Sie immer erst zu
Bett, wenn Sie auch ein
Schlafbedürfnis empfinden und gewöhnen Sie sich an
feste Schlaf- und
Aufwachzeiten. Wenn Sie einen ganzen Sonntag im Bett verbringen, wird die nächste Nacht garantiert nicht erholsam sein.
Treten
Schlafstörungen oder
Schlaflosigkeit über einen längeren Zeitraum auf, sollte man unbedingt das Gespräch mit einem
Arzt suchen. Schwere,
chronische Formen einer Schlafstörung sind nicht selten ein
Hinweis auf ernstzunehmende
Erkrankungen.
Stärkere Schlafmittel mit synthetischen Arzneistoffen sollten nur nach Absprache mit dem
Arzt eingenommen werden, da sie den natürlichen
Schlafrhythmus beeinflussen und sogar zu einer
Abhängigkeit führen können.
Wie man sich bettet, so schläft man ...
Vergessen Sie Schäfchenzählen und schlafen Sie richtig gut
Ein gemütliches Schlafzimmer sorgt für besseren Schlaf
Damit das
Schlafzimmer seinem Namen auch gerecht wird, sollte es das
ruhigste Zimmer der Wohnung sein, also möglichst nicht zur
Straßenseite liegen.
Jalousien oder blickdichte
Gardinen sorgen dafür, dass man den Raum gut abdunkeln kann. Das
Schlafzimmer sollte wohltemperiert, am besten zwischen 16 und 17 Grad Celsius, und gut durchlüftet sein. Der
Organismus eines Schlafenden braucht besonders viel
Sauerstoff, da die
Atmung verlangsamt ist. Bekommt er den nicht, wacht man morgens mit einem "dicken Kopf" auf. Will oder kann man nicht bei
offenem Fenster schlafen, sollte tagsüber und vor dem
Schlafengehen gut gelüftet werden. Dann reicht der
Sauerstoffgehalt auch bei geschlossenem Fenster aus.
Vorsicht im Winter: frische Kaltluft muss vom
Heizkörper leicht angewärmt werden, denn erwärmte, trockene Luft nimmt die
Transpirationsfeuchtigkeit schneller auf als kalte Luft.
Leider fristen so manche
Schlafzimmer ein tristes Dasein. Dabei ist es für einen
erholsamen Schlaf besonders wichtig, dass auch die
Gemütlichkeit stimmt, das richtige
Bettzeug, die ideale
Temperatur und eine leichte
Bekleidung ausgewählt werden. Immerhin verbringt man
ein Drittel seines Lebens im Schlafzimmer, deshalb sollte es
gemütlich eingerichtet sein.
Auch Farben spielen eine zentrale Rolle: Brauntöne, zarte Pastellfarben, beruhigendes Grün, besänftigendes Blau oder neutrales Weiß vermitteln ein Gefühl der
Entspannung. Damit man morgens leichter aus den
Federn kommt, können auch heitere
Farbakzente in Orange, Rot oder Gelb gesetzt werden.
Grünpflanzen verbessern auch den Sauerstoffgehalt der
Luft im Schlafzimmer. Verzichten sollte man aber auf stark
duftende Blumen, da sie - wie Parfüm - schlafstörende
Weckreize erzeugen können.
Im Laufe der
Nacht ändert der Mensch seine
Lage mehr als zwanzig Mal, um unterbewusst die verschiedenen
Muskeln zu entspannen. Auf eine
unbequeme Haltung reagiert der Körper durch ständiges "herumwälzen" und das stört den
Schlaf. Bequeme
Matratzen, hochwertige
Zudecken und kopfgerechte
Kissen sind das A und O für einen erholsamen
Schlaf. Zudem führt eine ergonomisch ungünstige Lagerung des
Kopfes und der
Nackenpartie zu Kopfschmerzen und Verspannungen.