Wie hemmungslos sind die Deutschen wirklich?
Als hätten wir es nicht schon immer geahnt ...
Die
Deutschen sind ganz und gar kein Volk von Sexmuffeln und keuschen "Licht aus Liebhabern".
Ganz im Gegenteil: Fast jeden
zweiten Deutschen (47 Prozent) zog es schon einmal für ein sexy
Tête-á-Tête ins Freie, statt ins heimische
Schlafzimmer. Liebespiele in der
Öffentlichkeit sind laut dem "Cora Romance Report 2002" gerade in Deutschland ein
Thema.
So freizügig wir Deutschen auch sein mögen, nicht alle empfinden Sex in der Öffentlichkeit als angenehm: Nur 17 Prozent der Befragten akzeptieren vorbehaltlos
leidenschaftliche Berührungen vor den Augen anderer Mitmenschen.
Sind wir also ein Volk der Doppelmoral?
"Leidenschaftliche Berührungen in der Öffentlichkeit als unfreiwilliger Betrachter miterleben zu müssen, kann Abwehr und widersprüchliche Gefühle auslösen", erklärt
Diplom-Psychologin Sybille Weber.
"Als Außenstehender muss man eine Intimität beobachten, die normalerweise nur mit dem engsten Partner geteilt wird. Wer sich dagegen selbst in einer leidenschaftlichen Situation befindet, macht sich häufig keine Gedanken, wie sein Verhalten auf andere wirkt."
Dabei kann man den Liebespaaren ganz bestimmt keine Vorsätzlichkeit vorwerfen: Geplant wird ein
öffentliches Liebesabenteuer in den seltensten Fällen. 78 Prozent der
Deutschen und 97 Prozent der
Holländer geben zu, spontan ihrem
sexuellen Verlangen zum Beispiel im Flugzeug oder im Zug nachgegeben zu haben - und das kann schon mal zu
Turbulenzen führen.
Denn: Über die Hälfte der Befragten erlebt das
öffentliche Liebesspiel am liebsten mit dem
Freund oder der
Freundin (53 Prozent), 27 Prozent mit dem
Ehepartner und nur 17 Prozent mit einem
Fremden. Dagegen lassen sich 32 Prozent der
finnischen Männer und
Frauen auch gern mit einer
unbekannten Person zum schnellen Sex in der
Öffentlichkeit hinreißen.
Ob
erotisches Abenteuer auf dem Rücksitz, heiße
Liebesspiele am sonnigen Palmenstrand oder der
Quickie auf der Parkbank - Sex unter freiem Himmel mit dem Kick des "Anrüchigen" macht uns anscheinend viel mehr
Spaß, als unseren europäischen
Nachbarn. Wesentlich prüder sind da die
Franzosen. Nur 13 Prozent, also
jeder Siebte der befragten 6.600 Männer und Frauen in 20 Ländern, hält ein
Schäferstündchen im Freien für prickelnd. Und nur 11 Prozent der feurigen
Italiener finden es in Ordnung, dass Paare sich "unverhüllten"
Liebesspielen hingeben.
Natürlich gibt es auch ganz spezielle Vorlieben: Des Deutschen liebstes Spielzeug ist anscheinend auch für eine heiße Liebesnacht ideal: 50 Prozent der
Deutschen wählen ein erotisches Intermezzo im
Auto, 47 Prozent schwören auf
Sex on the Beach oder im
Park (39 Prozent). An ganz stillen Orten, wie etwa in einer
Bibliothek, würden sich aber nur 1 Prozent aller
Befragten zu Sex hinreißen lassen.
Andere Länder, andere Sitten.
Wer zum Beispiel seinem Partner in der Öffentlichkeit gerne mal aus der Laune heraus in den Po kneift, wird in Japan auf Unverständnis stoßen:
Nur sechs Prozent der
Japaner bringen für ein derartiges Verhalten
Toleranz auf, in
Deutschland akzeptieren es dagegen immerhin 61 Prozent und in
Norwegen und
Dänemark sogar über 70 Prozent der Befragten.
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