Einatmen und sich wohl fühlen
Düfte beeinflussen unsere
Stimmungen und unser
Wohlbefinden. Nichtraucher beklagen den lästigen Gestank der
Glimmstängel und manch einem wird schon bei
Fischgeruch übel.
Das hat seinen Grund: Das Riechzentrum des Menschen liegt im so genannten limbischen System. Diese Zone im
Großhirn ist zuständig für unsere
gefühlsmäßigen Reaktionen. Ausgeglichenheit, Freude und Spaß aber auch das Gegenteil kann durch Gerüche assoziiert werden. So erinnert der
Geruch von Meer an einen tollen Urlaub und
Blütendüfte an einen schönen Frühlingstag und erste Sonnenstrahlen.
Und genau das macht sich die Aromatherapie zunutze.
Bei ihr sollen angenehme
Gerüche harmonisierend wirken,
Geist und
Seele entweder entspannen oder anregen. Wie wichtig ein gutes
Raumklima ist, weiß jeder aus eigener Erfahrung. Duftet das
Büro angenehm nach Blumen oder Citrus, geht die
Arbeit gleich viel schneller von der Hand.
Der Geist bleibt länger "frisch".
Grundlage der Aromatherapie sind ätherische Öle, mit denen sogar
Beschwerden wie Muskelverspannungen, Hautprobleme, Schlaflosigkeit oder Ängste gemildert werden können. Je reiner und natürlicher ein
ätherisches Öl ist, desto besser kann es seine Wirkung entfalten. Es sollte aus
kontrolliertem Anbau stammen, möglichst keine
Lösungsmittel enthalten, an einem dunklen, kühlen Ort aufbewahrt und nach dem Öffnen innerhalb von sechs Monaten verbraucht werden.
Ätherische Öle gehören jedoch nicht in Kinderhände.
Außerdem sollten sie nie unverdünnt auf die
Haut aufgetragen werden, da es zu
Hautreaktionen kommen kann.
Wer die
Aromatherapie zu Hause durchführen möchte, kann aber
ätherische Öle mit einem
Trägeröl, z.B. Mandel- oder Jojobaöl, mischen. Ein paar Tropfen in eine duftneutrale
Bodylotion gemischt, und schon hat man sein ganz
persönliches Lieblingsaroma auf der Haut.
Doch Vorsicht: Manche ätherischen Öle (besonders Citrusöle) können die Haut bei
Sonneneinstrahlung irritieren und sie lichtempfindlicher machen. Einige Öle können eine so
intensive Wirkung haben, dass sie von bestimmten
Personengruppen nicht angewendet werden sollten.
Das gilt zum Beispiel für das ätherische Öl des Rosmarin.
Es darf während der
Schwangerschaft, bei
hohem Blutdruck oder bei
Epilepsie nicht angewendet werden. Dies ist besonders bei der
Aromatherapie, die über die Haut wirkt, wichtig.
Bei Schwangerschaft, Epilepsie, Bluthochdruck oder gesundheitlichen Bedenken sollte vor der Anwendung eines ätherischen Öls unbedingt der Arzt befragt werden.
Munter oder müde - aphrodisierend oder doch lieber einschläfernd?
Der richtige Duft zur richtigen Zeit.
Einatmen und sich wohl fühlen
Und so wirken die beliebtesten Aromen:
- Cajeput ist ein ätherisches Öl aus den Blättern und Zweigen wildwachsender Bäume, die bis zu 25 Meter hoch werden können und die vorwiegend in Australien, Indonesien und Malaysia zu finden sind. Der Duft erinnert an Eukalyptus mit einem fruchtigen Unterton. Das Öl wirkt schmerzlindernd, durchblutungsanregend, fiebersenkend, konzentrationsfördernd und hautpflegend.
- Grapefruitöl wird aus der Pressung der möglichst unbehandelten Schalen gewonnen. Es lässt sich gut mit anderen Citrusölen aber auch mit Jasmin- oder Rosengeranienöl mischen. Der frische Duft wirkt ausgleichend, aufhellend und euphorisierend.
- Jasmin gilt neben der Rose als König der ätherischen Öle. Sein sinnlicher Duft wirkt besonders stark auf das Nervensystem und die emotionale Ebene. Er wirkt bei psychischen und psychosomatischen Problemen antidepressiv und wird bei Ängsten, Kummer, Stress und Menstruationsbeschwerden gerne eingesetzt. Außerdem wirkt der Duft des Jasmin aphrodisierend.
- Lavendel gehört zu den vielfältigsten ätherischen Ölen. Echter Lavendel wirkt beruhigend, schmerzstillend, krampflösend und ausgleichend. Es hilft Insekten zu vertreiben und wirkt positiv bei Einschlafproblemen.
- Lemongrass ist in der indischen Pharmazie ein beliebtes Mittel gegen ansteckende Krankheiten. Der sehr frische, an Zitrone erinnernde Duft, wirkt regulierend auf das vegetative Nervensystem und harmonisiert die Raumluft.
- Kamille entspannt gereizte Nerven und bringt Ruhe in Stresssituationen. Einige Tropfen Öl in die Duftlampe gegeben, entwickelt es vor allem abends eine beruhigende Wirkung.
- Pfefferminzöl erhöht die Konzentrationsfähigkeit und sorgt für einen "freien Kopf". In der Aromamassage angewandt, kann es außerdem Verspannungen lösen und von Kopfschmerzen berfreien.
- Rosmarin gibt Kraft für einen anstrengenden Tag. Das intensive Aroma regt, bei verdünnter Anwendung auf der Haut, die Durchblutung an. Überanstrengte Muskeln werden entspannt.
- Sandelholz werden beruhigende und sinnliche Eigenschaften nachgesagt. Das warme, holzige Aroma regt die Phantasie an und ist auch für einen kuscheligen Abend genau das Richtige.
- Ylang-Ylang ist ein wahres Wohlfühl-Öl. Es wirkt entspannend und aphrodisisch zugleich. Das Öl kann das Selbstvertrauen stärken und Leichtigkeit vermitteln.