Peelings, Fein-Tuning für die Haut
28 Tage braucht die Haut, um sich zu erneuern.
Ein Grund dafür, warum man einer neuen
Hautpflege gut einen Monat geben sollte, um wirkliche Resultate der
Hautverbesserung erkennen zu können.
In diesen 28 Tagen wandern die
Hautzellen aus den tiefen Hautschichten an die
Hautoberfläche. Dort werden sie abgestoßen -und können durch ein
Peeling sanft entfernt werden.
Ein Peeling leistet tolle Arbeit: Es sorgt für eine bessere
Hautdurchblutung, entfernt
Unreinheiten und abgestorbene
Hautzellen, verfeinert die Haut und dient als "Tiefenreiniger". Doch nicht jedes
Peeling eignet sich auch für jeden
Teint. Ölige Haut verträgt schon mal gröbere "Scrubbers", trockene und empfindliche Haut reagiert meist sehr gereizt auf die
Schleifpartikel.
Auch beim Peeling gilt: Viel hilft nicht viel. Wer die
Haut ständig peelt, riskiert sogar eine vorzeitige
Hautalterung und legt sich nach und nach eine
dicke Haut zu. Das hat eine neue Studie aus den USA ergeben. Besonders bei ohnehin schon
trockener Haut entzieht ein Peeling zusätzlich
Fett und
Feuchtigkeit.
Deshalb: Empfindliche, trockene oder reife
Haut nur etwa alle vier Wochen mit einem
sanften Peeling behandeln oder nur dann, wenn die Haut fahl, unrein oder schuppig wirkt.
Wer eine unempfindliche normale, Misch- oder ölige
Haut hat, kann sie mit
Waschpeelings so richtig aufmöbeln. In diesen Peelings befinden sich mechanische
Schleifpartikel, die für die
Massage und
Reinigung der Haut zuständig sind.
Waschpeelings werden mit kreisenden Bewegungen auf die feuchte Haut aufgetragen und anschließend mit viel
warmem Wasser wieder abgenommen.
Viele
Peelings enthalten außerdem ölabsorbierende Inhaltsstoffe, die überschüssigen
Talg aufnehmen (z.B. Silizium-Mikrosphären in Exfoliance Contrôle von Lancôme) und den
Teint mattieren, sowie Salicylsäure, die den
Abschilferungsprozess der Haut beschleunigt.
Zarte
Peel-Off Masken mit Peelingeffekt sind auch für die
empfindliche Haut geeignet. Hier leisten milde
Fruchtsäuren oder auch tiefenreinigende
Tonerde ganze Arbeit.
Wer trotzdem lieber rubbelt sollte darauf achten, dass das
Peeling speziell für die empfindliche Haut ausgewiesen ist.
Peelings für die empfindliche Haut enthalten meist abgerundete, mikrofeine
Scrubbers,
Mini-Kunststoffperlen oder
Fettperlen aus pflanzlichen Wachsen. Sie reizen die empfindliche Haut nicht unnötig (z.B. Exfoliant Oxygène von
CCB und hinterlassen gleichzeitig einen
pflegenden Film auf der Haut.
Eine andere
Möglichkeit der Haut ein Fein-Tuning zu verpassen sind
Enzympeelings (z.B. Silk Peeling Powder von Kanebo). Völlig frei von
Schleifpartikeln machen sich die Enzyme an die Arbeit, um abgestorbene
Hautzellen sanft zu entfernen. Die Enzyme weichen die
Kittsubstanz zwischen den Hornzellen auf.
Mitessern und
Unreinheiten geht es damit so richtig an den Kragen. Enzyme können sogar bis in
tiefere Hautschichten vordingen und sind deshalb eher für die normale, fettige und
Mischhaut geeignet.
Einige Peelings setzten auf den
Radier-Effekt.
Solch ein Peeling kann man aber auch schnell selbst herstellen: Bierhefe oder fein gemahlene Mandeln mit ein wenig Wasser oder Sahne verrühren und mit der Mischung das Gesicht vorsichtig abrubbeln.