So werden Sie wieder ganz ´leichtfüßig´
Sommer,
Sonne,
Hitze - da machen die
Venen schon mal schlapp. In
Deutschland hat etwa jeder
8. Erwachsene schwache Venen, die als
Besenreißer und
Krampfadern sichtbar werden.
Die
Anlage dazu kann erblich bedingt sein, aber vor allem langes
Sitzen und
Stehen, aber auch zu wenig
Bewegung und
Übergewicht sind "Gift" für geschwächte
Venen.
Hormonelle Veränderungen - etwa durch Pille oder Schwangerschaft - sind ebenfalls als
Auslöser für eine
Venenschwäche bekannt.
Wie entsteht und wie erkennt man eine Venenschwäche?
Besonders bei
sommerlichen Temperaturen, aber auch in der
Sauna, im
Solarium oder im
heißen Bad, können die
Venen schon mal "schwächeln". Auch eine nachlassende Spannung der
Venenwände - meist in Verbindung mit einer
Bindegewebsschwäche und
Fettansammlungen unter der Haut - führen zu schwachen
Venen, die keinen äußeren Halt mehr haben und das
Blut nicht mehr reibungslos zum
Herzen zurück pumpen können.
Die
Venenwände dehnen sich aus, das Blut staut sich. Dadurch werden die
Venen durchlässig und es tritt
Flüssigkeit in das Gewebe aus. Die
Beine werden schwer, schwellen an und schmerzen. Auch
Juckreiz, eine farbliche Veränderung der
Haut, ruhelose
Beine oder
Wadenkrämpfe in der Nacht können ein Zeichen für Venenleiden sein.
Weitere Symptome: Besenreißer breiten sich immer weiter an
Ober- und/oder
Unterschenkeln aus, nach langem
Stehen und am Abend sind die
Beine müde und schwer, ein
Gefühl der Spannung, Druck und Hitze breitet sich an
Knöcheln und
Füßen aus.
Hilfe bei ersten Anzeichen
Machen sich die schwachen Venen bisher nur leicht bemerkbar, helfen kleine Tricks:
- Tragen Sie Schuhe mit flachen Absätzen, damit der Fuß gut abrollen kann.
- Legen Sie so oft wie möglich die Beine hoch
- Bewegen Sie sich regelmäßig. Statt Fahrstuhl nehmen Sie öfter mal die Treppe und statt das Auto holen Sie lieber mal das Fahrrad aus der Garage. Durch mehr Bewegung werden die Venen unterstützt und die Beinmuskulatur trainiert.
- Unterbrechen Sie langes Sitzen oder Stehen immer wieder mit etwas Bewegung. Zu Hause zum Beispiel mit dem klassischen" Radfahren" in Rückenlage. Im Sitzen einfach abwechselnd die Fersen und Fußspitzen anheben und senken.
- Trinken Sie mindestens 2 Liter Flüssigkeit am Tag - ohne Kaffee oder Schwarztee. Trinken Sie wenig oder keinen Alkohol, er erweitert die Venen.
- Verzichten Sie auf ausgedehnte Sonnenbäder
- Kneipp-Anwendungen und kalte Güsse halten die Venen auf Trab.
- Bauen Sie eventuelles Übergewicht ab, um die Beine zu entlasten.
- Kühlende Gele oder Salben mit dem Wirkstoff Heparin (auch in Kombination mit Arnika oder Rosskastanie) lindern die Beschwerden - z.B. Venengel-ratiopharm aus der Apotheke.
Wann muss man zum Arzt?
Wenn die
Beschwerden oft auftreten oder sich die
Symptome häufen, sollte man unbedingt einen
Venenfacharzt (Phlebologe) zu Rate ziehen. Eine Behandlungsmöglichkeit der
Venenschwäche besteht darin, von außen Druck auf die schwachen Venen auszuüben. Am besten mit
Stütz- oder
Kompressionsstrümpfen, die vom Arzt verordnet werden können. Eine weitere
therapeutische Möglichkeit ist die Einnahme von
Tabletten oder das Auftragen von
Salben, die Gingko Biloba, Rosskastanie oder Heparin enthalten.
Die
Fließfähigkeit des Blutes wird verbessert, die
Spannung der Venenwände wird erhöht und die
Gefäßwände werden wieder abgedichtet. Ohne
ärztliche Therapie können sich die
Beschwerden wesentlich verschlimmern, zu ausgeprägten Krampfadern oder sogar zu einem Unterschenkelgeschwür ausweiten. Aber so weit muss es gar nicht erst kommen, wenn Sie Ihren
Beinen mehr
Bewegung verschaffen und Ihnen ein bisschen mehr
Aufmerksamkeit schenken. Immerhin sollen sie uns ja unser ganzes Leben lang unbeschwert tragen.