Was Sie über das Bräunen wissen sollten
Sommer, Strand und Fun!
Wenn die
Sonne lacht und die
Haut langsam aber sicher eine leichte Tönung annimmt, steigt unsere
Laune und wir sehen einfach "gesünder" aus.
Doch leider ist der Umgang mit der
Sonne nicht mehr ganz so unkompliziert, wie vielleicht noch vor 20 oder 30 Jahren.
Eine veränderte
Umwelt, die Abnahme der
Ozonschicht aber auch eine höhere
Gesamt-UV-Belastung durch eine höhere
Lebenserwartung sind Faktoren, die ausgiebiges
Sonnen gefährlich machen.
So nützlich die
Sonnenstrahlen auch sein mögen, intensives Sonnen schädigt die
Haut und kann sogar die Entstehung der gefährlichen
Melanome auslösen. Jährlich erkranken rund zwei Millionen Menschen an
Hautkrebs, schätzt die Weltgesundheitsorganisation WHO - in den USA stirbt täglich ein
Mensch an der aggressiven Form des
Hautkrebses.
Wer den Gedanken an
Hautkrebs weit von sich schiebt sollte allerdings wissen, dass eine faltenlose und gesunde
Haut im krassen Gegensatz zu intensivem
Sonnenbaden steht. Schon nach sieben bis 14 Minuten
Sonnenbrand setzt die
UV-Bestrahlung bei Mitteleuropäern mit durchschnittlichem Hauttonus einen unaufhaltsamen
Alterungsprozess in Gang.
Wurde früher nur vor
UVB-Strahlen gewarnt, so weiß man heute, dass auch die
UVA-Strahlen viel Schaden anrichten können.
UVA-Strahlen dringen tief in die
Haut ein und stören die Neubildung der
Bindegewebszellen.
Die Haut wird dünn und faltig.
Werden
UVB-Strahlen nicht abgewehrt (z.B. durch einen Lichtschutzfilter), können sie die
Haut verbrennen, sogar bis in den
Zellkern der Hautzellen eindringen und die
Erbsubstanz schädigen. Mit kleineren Verletzungen des
Erbgutes wird der Körper fertig - sie werden innerhalb von 24 repariert.
Setzt man sich allerdings weiterhin der
Sonne aus, können diese Zellen mutieren und die geschädigte
Erbgutinformation wird an die
Tochterzellen weitergereicht,
Tumorzellen entstehen. Bei gleißendem Sonnenschein steigt das Risiko eines
Genschadens schon nach 20 Minuten rapide an.
Selbst Wolken schützen nicht vor Strahlung.
Sie reduzieren zwar die
UV-Strahlung, ein wirklicher
Sonnenschutz sind sie aber nicht.
Im Gegenteil, weiß Dr. Franz Berger, Wolkenexperte am Institut für Hydrologie und Meteorologie an der Technischen Universität Dresden: "Wolken reflektieren immer die Strahlung zurück zum Erdboden. Je heller die Wolken, desto stärker erhöhen sie die Strahlungseinwirkung durch die Reflektion - ähnlich wie heller Sand".
Quelle BDF Beiersdorf
Richtiger Schutzfaktor zum passenden Hauttyp!
Was Sie über das Bräunen wissen sollten
Jeder
Hauttyp verfügt über eine so genannte
Eigenschutzzeit. Wird sie überschritten, kommt es zum
Sonnenbrand. Der
Lichtschutzfaktor in einem Sonnenschutzprodukt gibt an, wie viel länger man mit ihm in der
Sonne bleiben kann, ohne einen
Sonnenbrand zu bekommen.
Hier sind die Hauttypen ausschlaggebend, um den richtigen Schutzfaktor zu bestimmen:
- Hauttyp I, hat eine sehr helle Haut, wahrscheinlich Sommersprossen, blaue Augen, rotblondes oder blondes Haar. Die hochempfindliche Haut verbrennt recht schnell - schon nach etwa 5 bis 10 Minuten.
Der "Keltische Typ" sollte sich möglichst viel im Schatten aufhalten, einen Sunblocker für lichtexponierte Stellen wie Lippen und Nase und einen Lichtschutzfilter 20 benutzen.
- Hauttyp II sollte genauso vorsichtig mit der Sonne umgehen. Bei ihm ist die Haut hell, die Augen blau, grün oder grau, das Haar blond oder braun. Immerhin vertreten rund 12% aller Europäer diesen Hauttyp.
Sie bräunen kaum und bekommen mit Sicherheit einen Sonnenbrand, wenn sie 10 bis 20 Minuten ungeschützt in der Sonne "braten". Ist die Haut noch nicht vorgebräunt, einen LSF 15 bis 20 benutzen - auch im Schatten! Nach etwa zwei Wochen kann der "Germanische Typ2 dann auf LSF 10 bis 15 umstellen.
- Hauttyp III, haben rund 78% der dunkelhäutigen, braunhaarigen Europäer. Sie bräunen gut, bekommen aber gelegentlich einen Sonnenbrand. Hier beträgt die Eigenschutzzeit der Haut 30 Minuten.
Am Anfang sollte der "Mischtyp" einen LSF von 10 bis 15 verwenden, nach etwa zwei Wochen kann dann ein "leichterer" ( LSF 6-8 ) gewählt werden.
- Hauttyp IV vertritt den "Mediterranen Typ": bräunliche, olivtonige Haut, dunkelbraune Augen und Haare. Die Haut kann sich bis zu 40 Minuten aus eigener Kraft gegen die Sonne schützen und bräunt immer schnell und gut.
Die Haut verbrennt zwar nicht so schnell, ist aber ebenso anfällig für die vorzeitige Hautalterung. Deshalb ist ein LSF zwischen 5 und 8 auch bei diesem Typ angebracht.
Theoretisch bedeutet der
LSF 10 bei
Hauttyp 2, dass man bis zu 200 Minuten in der Sonne bleiben kann. Wer sich der Sonne im
Gebirge oder am
Wasser aussetzt, sollte generell einen höheren
Lichtschutzfaktor wählen und nicht die volle
LSF-Zeit ausnutzen.
Irgendwann stoßen aber auch
hohe Lichtschutzfilter an ihre Grenzen. Ein
LSF 20 fängt bereits 95% aller Strahlen ab. Mehr geht nicht, auch mit einem
LSF 30 oder
40 können Sie nicht endlos in der
Sonne bleiben.
Helle Hauttypen sollten den
Schutzwert 20 als Maßstab sehen, auch wenn ein wesentlich höherer
LSF gewählt wird. Setzen Sie sich immer nur so lange der
Sonne aus, wie Sie es mit einem
Lichtschutzfaktor 20 dürften.
Und: Cremen Sie sich etwa 30 Minuten vor dem
Sonnenbad gut ein, da jedes
Sonnenschutzprodukt diese Zeit braucht, um einen
Schutz aufzubauen.
Wie wirken eigentlich
Lichtschutzfilter und wie lange darf man damit in der
Sonne bleiben?
Was Sie über das Bräunen wissen sollten
Was sind eigentlich physikalische Lichtschutzfilter?
Physikalische Lichtschutzfilter reflektieren die
UV-Strahlen durch kleine Partikel von der Haut. Einen kleinen
Nachteil haben sie - sie hinterlassen oftmals einen sichtbaren
weißen Film auf der Haut.
Wer so gut wie möglich auf Chemie verzichten will, erkennt physikalische Lichtsschutzfilter an der INCI Deklaration auf der Verpackung:
Titandioxid, Zinkoxid oder auch Titaniumdioxide oder Zincoxide.
Chemische Lichtschutzfilter absorbieren die
UV-Strahlen. Wie ein Schwamm nimmt die Cremeschicht die
Strahlung auf und hindert sie so, in die
Haut zu dringen.
Auch chemische Lichtschutzfilter haben Nachteile, die besonders für Allergiker problematisch werden können: Die enthaltenen
chemischen Verbindungen können sich z.B. durch die
Sonneneinstrahlung verändern und so "Freie Radikale" entstehen lassen und
Allergien auslösen. Je höher der
Lichtschutzfaktor, desto höher ist auch die enthaltene
Chemie dosiert.
Breitbandfilter = Rundumschutz
Ein gutes
Sonnenschutzprodukt zeichnet sich durch einen Rundumschutz aus, den
Breitbandfilter. Er schützt die
Haut gegen das gesamte Spektrum der
UV-Strahlen - vom kurzwelligen
UVB bis zum langwelligen
UVA. Diese
Breitbandwirkung ist entscheidend, denn der Schutz vor UVB-Strahlen verhindert zwar den
Sonnenbrand, ohne UVA-Schutz kann es aber zu
gravierenden Langzeitschäden kommen. Solch ein Breitbandfilter ist zum Beispiel
Mexoryl (SX in Kombination mit XL) von L´Oréal,
Parsol 1789 von Clinique oder
Tinosorb S von Ciba.
Bei allen Sonnenschutzprodukten gilt: Die
Schutzwirkung lässt sich nicht durch wiederholtes
Auftragen verlängern.
Und: Der Lichtschutzfaktor wird nur erreicht, wenn
Sonnencremes oder
-lotionen ausreichend und gleichmäßig aufgetragen und der
Schutz regelmäßig erneuert wird.
Ganz wichtig: sonnenexponierte Stellen wie Hals, Nacken, Nase, Ohren, Hände, Füße, Schultern und Dekolleté besonders
sorgfältig eincremen.
Ein hoher LSF tut der
Bräune keinen Abbruch, sondern schützt die Haut vor
Sonnenbrand und
Lichtschäden. Wenn auch die
Bräunung etwas länger dauert, hat sie doch einen entscheidenden
Vorteil - sie hält länger und sie ist gesünder für die
Haut! Bei langsamer Gewöhnung an das
Sonnenlicht entsteht die so genannte "Lichtschwiele", eine
Hornschicht, die die Sonnenstrahlen reflektiert, so dass nur ein Teil davon in die
tieferen Hautschichten dringen kann.
Zum
gesunden Bräunen gehört aber auch, dass man sich besonders in der Mittagszeit im
Schatten aufhält und die Haut oft vor der
Sonne schützt. Ein leichtes
Baumwollshirt überziehen, wirkt wie ein LSF 10, ein
T-Shirt mit dichterem Gewebe wirkt etwa wie ein LSF 40.